Partnermodell

Anfragen, bei denen schon geklärt ist, worum es geht

Aussteller kommen über den Standrechner auf die Plattform. Sie stellen ihren Stand zusammen, sehen eine Spanne und erstellen daraus ein Briefing. Erst dann geht die Anfrage raus.

Das ändert, was bei Ihnen ankommt. Die Fläche steht fest. Der Standtyp steht fest. Bauart, Ausstattung, Sitzplätze, Licht und Medientechnik sind benannt. Und die Person auf der anderen Seite hat vorher eine Zahl gesehen. Sie weiß, dass ein Stand kein Katalogartikel ist und was ihre Fläche ungefähr kostet.

Wir versprechen Ihnen keine Menge. Wir versprechen Ihnen, dass Sie weniger Zeit damit verbringen, Grundlagen abzufragen, die schon geklärt sein könnten.

Der Aufwand liegt bei einer Messebau-Anfrage selten im Kalkulieren. Er liegt davor: Fläche klären, Standtyp klären, Ausstattungsniveau klären, herausfinden, ob überhaupt ein Budget existiert. Wer das drei- oder viermal je Auftrag durchläuft, verliert einen Arbeitstag an Anfragen, die nie zu einem Angebot werden. Genau diesen Teil nimmt das Briefing vorweg.

Was Sie bekommen

1

Briefing statt Stichwort

Jede Anfrage kommt mit den Angaben aus dem Rechner: Fläche, Standtyp, Bauart, Ausstattungsniveau, Traverse, Medientechnik, Sitzplätze. Dazu Messe, Termin und Halle, soweit bekannt.

2

Budget im Kopf

Der Aussteller hat vor der Anfrage einen Richtwert mit Spanne gesehen. Er kennt die Größenordnung. Das nimmt das erste Gespräch aus der Verhandlung heraus.

3

Maximal drei Anbieter

Eine Anfrage geht an höchstens drei Partner. Keine Ausschreibung an zwölf Adressen. Ihre Kalkulation konkurriert mit zwei anderen, nicht mit einem Feld.

Das Modell

Kurz gesagt: Sie zahlen, wenn Sie verdienen.

3 Prozent vom Nettoumsatz

Kommt ein Auftrag über eine vermittelte Anfrage zustande, zahlen Sie 3 Prozent vom Nettoumsatz dieses Auftrags. Sie melden den Abschluss und schicken die Rechnung, die Sie an Ihren Kunden gestellt haben. Daraus ergibt sich die Provision.

Keine monatliche Grundgebühr

Es gibt keine Listungsgebühr, kein Paket und keine Kosten je Anfrage. Wenn Sie ein halbes Jahr lang keine Anfrage annehmen, zahlen Sie in diesem halben Jahr nichts. Das Modell trägt sich nur, wenn die vermittelten Anfragen tatsächlich zu Aufträgen führen. Damit liegt der Anreiz auf unserer Seite: Wir haben nichts davon, Ihnen Anfragen zu schicken, die nicht passen.

Was als vermittelter Auftrag zählt

Vermittelt ist ein Auftrag, der aus einer Anfrage entsteht, die wir Ihnen weitergegeben haben. Folgeaufträge desselben Kunden aus späteren Jahren sind Ihr Geschäft. Kunden, die Sie vorher schon betreut haben, sind ebenfalls Ihr Geschäft. Das regeln die Vertragsbedingungen im Detail.

Der Kunde bleibt Ihr Kunde

Nach der Weitergabe der Anfrage sprechen Sie direkt mit dem Aussteller. Wir sitzen nicht zwischen Ihnen, geben keine Angebotsvorlagen vor und mischen uns nicht in die Kalkulation ein. Der Vertrag über den Standbau kommt zwischen Ihnen und dem Aussteller zustande. Auch die Betreuung während des Projekts liegt vollständig bei Ihnen.

Zum Prozentsatz

Die 3 Prozent gelten auf den Nettoumsatz des vermittelten Auftrags, ohne Umsatzsteuer und ohne durchlaufende Posten wie Messegebühren, die Sie im Auftrag Ihres Kunden verauslagen. Verbindlich ist der Wortlaut der Vertragsbedingungen, die Sie vor der Aufnahme erhalten.

Aufnahmekriterien

Wir nehmen nicht jeden auf. Nicht aus Strenge, sondern weil Ausstellern ein Vergleich nur hilft, wenn alle drei Anbieter liefern können.

Nachweis

Mindestens zwei Kundenstimmen, die wir ansprechen dürfen. Öffentliche Bewertungen zählen ebenso wie Referenzen, bei denen wir nachfragen können.

Erreichbarkeit

Verlässliche Ansprechpartner mit Namen, Durchwahl und Vertretung. Anfragen dürfen nicht in einem allgemeinen Postfach liegen bleiben.

Rückmeldung

Sie sagen uns, was aus einer Anfrage geworden ist: Angebot abgegeben, abgesagt, Auftrag erhalten. Ohne diese Rückmeldung können wir die Zuteilung nicht verbessern.

Rahmen akzeptiert

Datenschutzvereinbarung und Vertragsbedingungen sind unterschrieben. Anfragedaten gehören dem Aussteller und dürfen nicht weitergegeben oder für anderes verwendet werden.

Wie eine Anfrage zu Ihnen kommt

Schritt 1: Der Aussteller rechnet

Er stellt seinen Stand im Rechner zusammen und sieht eine Spanne mit den Positionen dahinter. Wer hier aussteigt, weil ihm das Budget zu hoch ist, taucht bei Ihnen nicht auf. Auch das ist ein Filter.

Schritt 2: Aus der Rechnung wird ein Briefing

Die Angaben aus dem Rechner werden zu einem Dokument, das alle Anbieter gleich beantworten. Offene Punkte wie Grafikanlage oder Content für Medienflächen stehen als eigene Zeile drin, damit sie nicht in einem Angebot fehlen und im anderen nicht.

Schritt 3: Zuteilung nach vier Merkmalen

Wir geben die Anfrage an höchstens drei Partner weiter. Die Auswahl richtet sich nach Budget, Region, Bauweise und freier Kapazität. Ein Anbieter, der auf Sonderbau ab 100 Quadratmetern eingerichtet ist, bekommt keine 9-Quadratmeter-Anfrage. Ein Anbieter, dessen Werkstatt für den Termin ausgelastet ist, bekommt sie ebenfalls nicht.

Schritt 4: Sie entscheiden

Sie sehen die Anfrage und sagen zu oder ab. Eine Absage kostet nichts und wirkt sich nicht auf spätere Zuteilungen aus. Was sich auswirkt, ist eine ausbleibende Rückmeldung.

Schritt 5: Abschluss melden

Kommt der Auftrag zustande, melden Sie ihn und schicken die Rechnung. Danach stellen wir die Provision.

Kapazität ist ein Kriterium, kein Nachteil. Wenn Sie uns sagen, dass Ihre Werkstatt für einen Zeitraum voll ist, bekommen Sie in diesem Zeitraum weniger Anfragen. Das ist gewollt. Ein Angebot, das aus Kapazitätsgründen zu hoch kalkuliert wird, hilft niemandem.

Was Sie über den Betreiber wissen sollten

Die Plattform wird von einem Messebaubetrieb betrieben, nicht von einem neutralen Portal. Der Betreiber bewirbt sich unter Umständen selbst um eine Anfrage, die über die Plattform hereinkommt. Wer dahintersteht, steht im Impressum.

Wir sagen das offen, weil Sie es ohnehin merken würden. Was daraus folgt, ist eine einfache Regel: Auch wenn sich der Betreiber mitbewirbt, gilt die Grenze von drei Anbietern je Anfrage. Der Aussteller sieht, wer sich beworben hat. Und die Zuteilung folgt denselben vier Merkmalen wie bei allen anderen.

Wenn Sie das als Ausschlussgrund sehen, ist das nachvollziehbar. Dann ist die Plattform nichts für Sie. Wenn Sie es als das sehen, was es ist, nämlich ein Wettbewerber mit demselben Zugang zur Anfrage, dann bleibt die Frage nur, ob die Anfragen für Sie taugen.

Aufnahme anfragen

Ein Formular gibt es hier nicht. Schreiben Sie uns eine kurze Nachricht über die Kontaktseite mit diesen Angaben:

  • Betrieb, Ort und Region, in der Sie bauen
  • Bauweisen, die Sie anbieten: System, konventionell, Sonderbau, Kombination aus Miete und Kauf
  • Standgrößen, bei denen Sie wirtschaftlich arbeiten
  • Zwei Kundenstimmen oder Referenzen, bei denen wir nachfragen dürfen
  • Ansprechpartner mit Durchwahl

Wir melden uns, schauen gemeinsam auf die Kriterien und schicken Ihnen Datenschutzvereinbarung und Vertragsbedingungen. Vor der Unterschrift entsteht Ihnen kein Aufwand außer dem Gespräch.

Sehen Sie zuerst, was Ihre Kunden sehen.

Der Standrechner ist der Einstieg jeder Anfrage. Wer ihn kennt, weiß, mit welchen Erwartungen ein Aussteller in das erste Gespräch geht.